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 Mauszug
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Der Mauszug ist ein Experiment, das von Anfang an an die Hoffnung geknüpft ist, daß Wüstenrennmäuse mit ihrer unwahrscheinlichen Neugier fähig sein werden, die Funktionsweise eines Aufzuges verstehen zu lernen. Dabei ist der Mauszug in der Tat wie ein Aufzug, den wir kennen. Elemente wie eine doppelte Tür sind im Mauszug genauso zu finden wie eine Möglichkeit, den Aufzug zu „holen“. Da der Mauszug nicht von der Intelligenz eines Menschen ausgehen kann, mußte bei der Dimensionierung und Programmierung auf die Möglichkeiten einer Maus eingegangen werden. Die Ergonomie der Maus ist ebenso zu berücksichtigen wie ihre Sicherheit . Anfangs war das Projekt dazu bestimmt, den Mäusen auf dem Boden Auslauf zu gewähren und ihnen die Möglichkeit zu geben, selbst über das Ende des Auslaufes zu bestimmen. Da aber die jetzigen Mäuse im Gegensatz zu meiner letzten Generation sehr knabberfreudig sind, gibt es einen zweiten Käfig, in das die Mäuse gelangen können. Als Anreiz wird dort das Futter gegeben, zusätzlich gibt es eiSandbecken und zukünftig eine Scharrecke, die mit Sandpapier ausgekleidet ist. Auch eine Rotlichtlampe ist vorgesehen.

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Der gesamte Aufbau ist aus Messingprofilen gebaut, die Führung der Kabine dient gleichzeitig als Träger für den am oberen Käfig hängenden Aufbau. Da der Mauszug bei jedem Programmstart die Distanzparameter neu ermittelt, ist die Käfighöhe variabel und die Profilschiene läßt ein Verschieben des oberen Anbaus zu. Die Kabine ist aus Pertinaxplatinen zusammengelötet, beinhaltet neben Elektronik auch das Türgetriebe, sowie eine Reihe von Kontakten und Lichtschranken. Die Kabinentür ist mit einem Quetschhalter versehen. Die Türen sind so gestaltet, daß der Schwanz auch “heraushängen” und nicht abgeschert werden kann. An jeder Station ist eine „Ampel“ befestigt, um der Maus mit vier Leuchtdioden eine Möglichkeit zu geben, Zusammenhänge zu erlernen. (Rot = Halt, Grün = Kabine kann betreten werden, Gelb = Aufzug kommt, Blau = Kabine kann angefordert werden). Diese Ampel ist rein spekulativ, d.h. es muß noch untersucht werden, inwieweit Mäuse mit dieser Information bzw. den Farben überhaupt etwas anfangen können. An dser Ampel ist auch der leichtgängige Hebel angebracht, mit dem sie den Aufzug ordern können, sollte er nicht da sein.

Alle Funkions- und Steuerungselemente werden von einem Prozessor 80C535 gesteuert. Das über 2000 Zeilen lange Programm ist in Assembler (ja, das gibt’s noch!!!) geschrieben. Für den Betrieb sind drei Grundprogramme vorgesehen: Ein vollautomatisches Programm bietet die von herkömmlichen Aufzügen gewohnte Funktion, zwei andere Programme lassen Maustransfers nur in einer Richtung zu. Eine große Matrix-LED-Anzeige informiert über die momentane Anzahl der im Schwesterkäfig befindlichen Mäuse. Der Antriebsmotor transportiert die Kabine über eine Zahnradkette, die über eine lose Rolle ein Gegengewicht trägt. Eine Geschwindigkeitssteuerung ist ebenfalls eingebaut. Die momentane Kabinenhöhe wird durch ein Lochrad und einer Gabellichtschranke an einer Achse ermittelt.

Der ganze Aufzug ist knabbersicher ausgelegt, Kabel und gefährliche Teile sind durch Acrylglas geschützt.

Derzeitiger Kostenpunkt des Aufzuges sind knappe 425 EUR (DM 850), über 1/3 mehr als geschätzt.

 Zukünftige Erweiterungen sind berücksichtigt und gewollt. Schließlich bietet der Mauszug auch die Chance, das Verhalten der Wüstenrennmäuse (übrigens auch anderer Mäuse und Hamster) zu studieren. In den Testläufen seit 18. Februar 2000 hat sich zum Beispiel herausgestellt, daß ein nachträglicher Einbau von Reflexlichtschranken das „Aufzug holen“ automatisiert werden kann. Jedoch, da der Käfig am Süd-Ost-Fenster steht, steht dem das Problem der Sonne entgegen, die die Funktion von Lichtschranken unter Umständen behindert. Auch eine Zwischenstation ist denkbar und technisch nicht sehr aufwendig. Hier liegt das Problem der Verwirklichung in der Frage, wie die Maus entscheiden kann, wohin sie will. Denn bisher unterbricht die Maus mit ihrer Schnauze die Lichtschranke in der Kabine und alles weitere läuft automatisiert.

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Mauszug in der Planungsphase

Ein nächstes Projekt ist, in den Aufzug einen Gewichtssensor einzubauen. Das ermöglicht die Unterscheidung, ob eine, zwei oder Keine Maus in der Kabine sind. Denkbar ist auch eine Auswertung, um welche Maus es sich handelt. Letzteres erfordert jedoch eine umfangreiche Programmierung, da die Gewichtsstände aller 5 Mäuse regelmäßig registriert werden müssen.

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